Romanistisches Seminar der Universität BonnMusikiwssenschaftliches Institut der Universität zu KölnDeutsche ForschungsgemeinschaftMusikwissenschaftliches Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Libretti
Librettisten
Suche
Librettist
Name: Christoph Martin Wieland
geboren: 05.09.1733 in Oberholzheim
gestorben: 20.01.1813 in Weimar
Biographie:

Deutscher Dichter.

Studierte bis 1752 Jura in Tübingen, bemühte sich dort aber v.a. um Verbindungen zu einflußreichen Literaten. Errang schon hier einen frühen Ruhm als Autor (Zwölf moralische Briefe in Versen, 1752; Anti-Ovid, 1752).
Lebte seit 1752 in Zürich. Verdiente dort ab 1754 seinen Lebensunterhalt als Privatlehrer; ging 1759 als Hauslehrer nach Bern.
1760 Kanzleiverwalter in Biberach.
Verkehrte regelmäßig in der Adelsgesellschaft des Grafen F. von Stadion im Schloß Warthausen. Interessierte sich nun verstärkt für die skeptische Erfahrungsphilosophie der europäischen Aufklärung und die ältere Moralistik.
Veröffentlichung der ersten Romane: Der Sieg der Natur über die Schwärmerei oder die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva und Die Geschichte des Agathon (1766/67, 1772 und 1793/94 in drei Fassungen), die die Gattung des deutschen 'Bildungsromans' begründeten. Übersetzte von 1761 bis 1766 zahlreiche Dramen Shakespeares.
Mit den Comischen Erzählungen, dem Idris, mit Musarion oder die Philosophie der Grazien und dem Neuen Amadis entstanden seine wegweisenden Verserzählungen.
1769 Professor der Philosophie und Regierungsrat an der Universität Erfurt.
Schrieb 1770 den heiteren Kurzroman Sokrates mainomenos oder dieDialogen des Diogenes von Sinope und 1772 Der goldne Spiegel.
Formulierte im Diogenes wie v.a. in den Beiträgen zur geheimen Geschichte des menschlichen Verstandes und Herzens seine Kritik an Rousseau.
Beendete 1772 seine Erfurter Professorentätigkeit.
Folgte nun dem Angebot der Herzogin Anna Amalia und ging als Prinzenerzieher an den Weimarer Hof. Der Dienst endete nach drei Jahren mit dem Regierungsantritt des Erbprinzen Karl August.
Arbeitete, anders als die jüngeren Herder, Goethe und Schiller, zeitlebens als eine Art 'freier Schriftsteller' im höfischen Weimar. 1773 Begründer des "Teutschen Merkur", eine Kulturzeitschrift für literarische Beiträge und Kritik.
Publizierte darin auch mehrere seiner Werke in Fortsetzungen, z.B. den satirischen Gesellschaftsroman Die Abderiten (1774-81) und Die Geschichte des Philosophen Danischmende.
Bearbeitete außerdem zahlreiche Opernlibretti.
1794 startete Göschen eine Ausgabe der Sämmtlichen Werke, die erste Klassikerausgabe der deutschen Nationalliteratur.

In der Datenbank vorhandene Libretti von Christoph Martin Wieland:

Alceste

zurück

Seite drucken